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3 Regeln für Cross-Social-Media-Marketing

Die sozialen Medien können den Erfolg von Kampagnen um ein Vielfaches steigern, wenn man Content zur richtigen Zeit am richtigen Ort platziert.
Melanie Tamblé | 03.07.2017
 

Social-Media-Marketing ist eine wichtige Ergänzung zum E-Mail-Marketing, um mehr Reichweite zu erzielen. Zum einen lassen sich die Inhalte mehrfach verwerten, zum anderen lassen sich über Social-Media-Kanäle mehr Interessenten und Kunden für die Inhalte erreichen. Ein gezieltes Cross-Social-Media-Marketing ist allerdings zeitintensiv und ressourcenfressend. Tools zur Social-Media-Automatisierung versprechen Abhilfe. Doch bei der Social Media Automatisierung gibt es einiges zu beachten.

Newsletter und E-Mail Kampagnen sind wichtige Medienformate für die Online-Kommunikation. Doch die Inhalte erreichen immer nur einen begrenzten Verteiler und auch von diesem Verteilerkreis immer nur eine kleine Anzahl der Adressaten, die die Nachrichten auch wahrnehmen. Viel zu schade für die sorgfältig konzipierten Inhalte.

Verbindung von E-Mail-Marketing und Social Media Marketing

Durch gezieltes Social-Media-Marketing lassen sich die Inhalte und Themen aus dem E-Mail-Marketing mehrfach verwerten und einer größeren Leserschaft zur Verfügung stellen, denn beide Medien dienen dem gleichen Zweck: mehr Aufmerksamkeit erzielen, Leads und Kunden gewinnen und Kunden binden. Auch lassen sich über die Social-Media-Kanäle weitere Inbound und Opt-in Maßnahmen aufbauen, die wieder zurück zum E-Mail-Verteiler führen.

Viele E-Mail-Marketers haben Sorge um Ihre Abonnenten, wenn Newsletter und E-Mail Nachrichten öffentlich zur Verfügung stehen, aber diese Sorge ist unberechtigt. Niemand meldet sich von einem abonnierten Newsletter ab, weil die Informationen auch auf den Social-Media-Kanälen zu lesen sind. Aber viele werden die Informationen überhaupt erst wahrnehmen, weil sie auch auf den Social Media zu lesen sind. Und neue Interessenten melden sich zum Newsletter an, weil sie erst über die Social Media auf den Newsletter aufmerksam werden. Landingpages für die Social Media News sollten daher immer auch Opt-in Optionen für Newsletter, Whitepapers oder andere Inbound Marketing beinhalten.

Social Media Marketing ist mehr als Facebook und Twitter


Wie eine Studie von news aktuell und Faktenkontor zeigt, setzen viele Unternehmen bei der Social Media Kommunikation auf die falschen sozialen Netzwerke. Während 50 Prozent der befragten Führungskräfte Facebook und 25 Prozent auch noch Twitter als erfolgskritisch für die Unternehmenskommunikation halten, laufen alle anderen sozialen Plattformen unter „ferner liefen“.
Dabei gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen sozialen Netzwerken, die verschiedene Möglichkeiten bieten, um die Zielgruppen zu erreichen und mehr Leads und Kunden zu generieren:

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Durch das Teilen von Inhalten auf vielen verschiedenen Social Media Plattformen, Netzwerk Profilen, Seiten und in Netzwerk Gruppen lassen sich auch unterschiedliche Zielgruppen sehr gezielt adressieren. Jeder Social-Media-Kanal bietet einen zusätzlichen Touchpoint zum Unternehmen, zu Marken oder Produkten. Die Netzwerke wirken außerdem wie ein Katalysator für die Sichtbarkeit der Inhalte im Internet. Durch die Veröffentlichung von Bildern auf Instagram, Pinterest und Flickr werden die Bilder auch in der Google Bildersuche besser gefunden und erzielen damit weitere Fundstellen im Suchmaschinen-Index. Inhalte auf Content und Blog Netzwerke wie Slideshare, Scribd, Medium, Tumblr oder Torial werden ebenfalls gut in den Suchmaschinen gelistet. Diese Netzwerke eigenen sich daher hervorragend zur Zweitverwertung von PR- und Blogbeiträgen, Newslettern sowie zur Bereitstellung zusätzlicher Dokumente, Whitepapers oder E-Books als Inbound Marketing Optionen für das E-Mail-Marketing.

Durch eine Social Media Automatisierung lassen sich die Inhalte parallel auf einer Vielzahl von Social Media zeitsparend und ressourcenschonend veröffentlichen. Doch eine Cross Social Media Strategie und Automatisierung braucht eine gute Planung, um erfolgreich zu funktionieren und den Kontakt zur Community nicht zu verlieren.

Vor- und Nachteile der Social Media Automatisierung

Der größte Vorteil der Social Media Automatisierung liegt auf der Hand: mit der Social Media Automatisierung lässt sich die Planung und Veröffentlichung der Inhalte in den Social Media schnell und effizient umsetzen. Ein großer Nachteil der Social Media Automatisierung besteht darin, dass die Social Media Posts durch eine zu ungezielte automatisierte Veröffentlichung die individuelle Note verlieren können.

Um mit einer Social Media Automatisierung erfolgreich in den sozialen Netzwerken durchzustarten, ist es wichtig, die Automatisierungstools sorgfältig zu wählen und die Veröffentlichungsstrategie gut zu planen.

3 Regeln zur Social Media Automatisierung

Regel Nr. 1: Sei kein Roboter: Personalisiere die Social Media Kommunikation nach Kanal und Zielgruppe
Viele Tools zur Social Media Automatisierung senden ein einheitliches Nachrichtenformat parallel an alle Social-Media-Kanäle, doch mangelhaft formatierte und unpersönliche Beiträge erzielen wenig Reaktionen und Reichweite.
Denn, nicht alle Netzwerke sind gleich. Die sozialen Netzwerke bieten sehr unterschiedliche Möglichkeiten, Inhalte zu teilen und aktiv zu bewerben und die Communities reagieren sehr unterschiedlich auf die verschiedenen Inhalte und Formate. So variiert die Anzahl der möglichen Zeichen für den Beitrag oder Kommentar, die erlaubte Bildgröße sowie der Einsatz von #Hashtags und @Handles. Bei Twitter und Instagram sind #Hashtags besonders wichtig. Bei Facebook funktionieren kürzere Kommentare besser, bei Google+ längere, mit vielen #Hashtags, bei Facebook besser ohne #Hashtags.

Netzwerke wie Facebook und Twitter bieten außerdem verschiedene Beitrags Formate. Für manche Inhalte funktionieren Link Posts besser, für andere Foto Posts. Foto Posts speichern die geteilten Bilder außerdem in der jeweiligen Media Gallery des Netzwerks ab und bleiben so dauerhaft im Zugriff. Bei Inhalten mit verschiedenen Bildern und Infografiken können mehrfache Bild Posts mit verschiedenen Bildaufhängern die Lebenszeit der Inhalte erheblich verlängern und mehr Aufmerksamkeit erzielen.

Die sozialen Netzwerke sind Dialog-Medien. Das Response-Verhalten der Social Media Community hat großen Einfluss auf die Sichtbarkeit der Inhalte auf den Streams der Follower und entscheidet damit über die Reichweite. Das Teilen von Inhalten funktioniert daher am besten mit persönlichen Kommentaren oder Fragen, um die Community zum Dialog zu motivieren.

Ein Social Media Automatisierungstool sollte ermöglichen, Social Media Posts individuell an die Bedürfnisse der unterschiedlichen Social Media Netzwerke und Communities anzupassen.

Regel Nr. 2: Die richtigen Inhalte zur richtigen Zeit im richtigen Social-Media-Kanal
Nicht nur das richtige Post Format, sondern auch die Zeit des Postens spielt eine wichtige Rolle. Die Social Media Communities sind zu unterschiedlichen Zeiten und Zwecken in den verschiedenen Netzwerken aktiv.

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Wann immer ein Beitrag in den verschiedenen Social Media Netzwerken erscheint, wird immer nur ein Bruchteil der Fans und Follower diesen Beitrag sehen und wahrnehmen. Auch wenn einige Follower mehreren Netzwerken oder Gruppen folgen, sind nicht alle Follower zur gleichen Zeit in allen Netzwerken aktiv.

Social Media Beiträge, die zur gleichen Zeit parallel in allen Netzwerken veröffentlicht werden, drohen auch zeitgleich im endlosen Strom der Social Media Nachrichten unterzugehen. Ein zeitversetztes Cross-Posten der Inhalte in den verschiedenen Netzwerken und Gruppen kann daher die Lebenszeit eines Beitrags erheblich steigern und mehr potentielle Leser erreichen.

Ein Social Media Automatisierungstool sollte daher ermöglichen, die Beiträge zu unterschiedlichen Zeiten in den verschiedenen Social-Media-Kanälen vorauszuplanen und zeitversetzt zu veröffentlichen.

Regel Nr. 3: Nutze die Vielfalt der Social Media
Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen sozialen Netzwerken, die ganz verschiedene Möglichkeiten bieten, um mehr Traffic, Leads und Kunden zu generieren.
• Soziale Netzwerke (z.B. Facebook, Twitter und Google+)
• Business Netzwerke (z.B. LinkedIn und XING)
• Bilder und Video Netzwerke (z.B. Instagram, Pinterest, Flickr, YouTube)
• Content Netzwerke (z.B. Medium, Tumblr, Torial, Slideshare, Scribd, Issuu)
• Special Interest Netzwerke, Gruppen & Communities (z.B. Reddit, LInkedIn, XING- und Facebook-Gruppen, Google-Communities)
• Social Bookmark & News Netzwerke (z.B. Diigo, Digg, Delicious)

Ein Tool zur Social Media Automatisierung sollte daher eine gezielte Veröffentlichung in den verschiedenen Netzwerk-Typen und auf verschiedenen Profilen, Seiten und in Gruppen ermöglichen, um so mit wenig Zeitaufwand eine größere Reichweite für die Inhalte zu erzielen.

Fazit
Die cross-mediale Verwertung von Marketing- und PR-Inhalten aus Blogbeträgen, E-Mail- und Newsletter-Kampagnen ermöglicht eine sinnvolle Verbindung von Marketing Maßnahmen aus PR, Marketing und Social Media, um mehr Aufmerksamkeit, Leads und Kunden zu generieren. Mit einer guten Planung und den richtigen Tools zur Social Media Automatisierung lassen sich die Beiträge mit wenig Aufwand und Ressourcen auch individuell optimiert über eine Vielzahl von Social-Media-Kanälen veröffentlichen.

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