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Die große Mehrheit der deutschen Firmen setzt auf betriebliche Weiterbildung

Den größten Fortbildungsbedarf sehen die Personalleiter bei ihren langjährigen Mitarbeitern.
© Pixabay / StartupStockFotos
 

Die Weiterbildung spielt für viele Personalleiter eine wichtige Rolle: 87 Prozent von ihnen geben an, betriebliche Weiterbildung in ihrem Unternehmen anzubieten, wie aus einer Umfrage des ifo Instituts im Auftrag von Randstad hervorgeht. Dabei zeigt sich, dass mit steigender Mitarbeiterzahl auch das Angebot von Weiterbildung wächst. In der Größenklasse bis 49 Mitarbeiter bieten 83 Prozent der Unternehmen betriebliche Weiterbildung an, ab 250 Angestellten sind es knapp 100 Prozent. Als Hauptziele gelten dabei das Vermitteln neuer sowie das Vertiefen bereits vorhandener Fähigkeiten (70 und 71 Prozent). Zwei Drittel sehen im Angebot von Weiterbildung zudem eine Möglichkeit, die Mitarbeiter zu motivieren oder die Mitarbeiterbindung zu erhöhen. Etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen will auf diese Weise die eigene Wettbewerbsfähigkeit steigern. Darüber hinaus spielen auch die Erhöhung der Attraktivität der Firma (47 Prozent), die Steigerung der Produktivität (40 Prozent) sowie die Vorbereitung auf den digitalen Wandel (24 Prozent) eine wichtige Rolle.

Den größten Fortbildungsbedarf sehen die Personalleiter bei ihren langjährigen Mitarbeitern (49 Prozent). Doch auch bei Berufseinsteigern wird ein substantieller Bedarf gesehen (42 Prozent). Wiedereinsteiger in den Beruf werden hingegen nur von 30 Prozent als speziell weiterbildungsbedürftig betrachtet. Öfter notwendig scheint Weiterbildung für höherqualifizierte Mitarbeiter und Führungspersonal (je 36 Prozent) zu sein als für niedrig Qualifizierte (29 Prozent). Während die Mitarbeiter in 80 Prozent der Unternehmen Zugang zu offline-Lernressourcen haben, stehen nur in jedem zweiten Unternehmen online-Lernressourcen zur Verfügung.

Mit Abstand am häufigsten findet Weiterbildung gelegentlich während der Arbeitszeit statt (53 Prozent). Knapp ein Drittel der Personalleiter gibt außerdem an, dass es feste Zeiten in ihrem Unternehmen gibt, in denen sich die Mitarbeiter gezielt weiterbilden können. In jedem vierten Unternehmen können Mitarbeiter auch Bildungsurlaub nehmen, was mit Ausnahme der Bundesländer Bayern und Sachsen gesetzlich verankert ist.