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SEO: Tipps für den richtigen Content

Inhaltliche Aspekte wie der richtige Einsatz von Keywords spielen bei der Suchmaschinenoptimierung eine große Rolle. Unverzichtbar sind dabei Tools.
Maik Mohl | 10.12.2018
© Pixabay / Geralt
 
„Content is king“ heißt es immer wieder. Contenterstellung bedeutet nicht, einfach nur in die Phrasenbingokiste zu greifen, sondern es handelt sich dabei tatsächlich um kontinuierliche Arbeit.

Passende Keywords auswählen: So geht’s


Damit Ihre Websites so gefunden werden, dass sie das Nutzerbedürfnis optimal treffen, müssen die Seiten auf die jeweilige Suchanfrage ausgerichtet werden. Da Sie mit einem Text in der Regel nicht alle Suchanfragen Ihrer Nutzer abdecken können, ist eine Vorauswahl nötig. Hierfür dienen Keywords. Doch wie sollen diese ausgewählt werden? Nach welchen Kriterien gehe ich vor?

Keywords nach Suchvolumen auswählen
Hierbei kann Ihnen der Google Keyword Planer weiterhelfen. Dabei handelt es sich um ein Tool von Google AdWords, das ursprünglich dazu gedacht war, passende Keywords für AdWords-Anzeigen zu finden. Ein großer Vorteil: Es kann auch für SEO-Zwecke eingesetzt werden. Sie brauchen dafür lediglich ein Google-AdWords-Konto, Anzeigen müssen Sie für die Nutzung des Tools aber nicht schalten.

Achtung: Je größer das Suchvolumen, desto größer ist meist auch die Konkurrenz an weiteren Seiten. Der Keyword Planer gibt außerdem Auskunft über den Wettbewerb zu den jeweiligen Schlüsselbegriffen. Damit haben Sie einen Anhaltspunkt, wie „umkämpft“ der Begriff in den Suchergebnissen ist und welcher Aufwand für die Optimierung auf diesen Begriff erforderlich ist. Hier gilt meist: Je höher die Konkurrenz, desto höher der Aufwand, um auf die Top-Positionen in den Suchergebnis-Listen (SERPs) zu kommen.

Keywords anhand der Suchintention auswählen
Handelt es sich bei Ihrer Website um einen Online-Shop, sollten in den jeweiligen Texten auch Begrifflichkeiten rund um das Einkaufen verwendet werden. Keywords wie „kaufen“, „bestellen“, „Zahlungsarten“ etc. runden ihren Keywordfokus ab.

Bedienung und Nachteile des Google Keyword Planner stehen hier zum Nachlesen. Kostenpflichtige Tools könnnen notwendig werden, da der Google Keyword Planner leider nicht mehr so gut wie früher ist.

Nur ein zentrales Keyword pro Seite


Wer seinen Content optimiert, kommt häufig in Versuchung, eine Webseite auf möglichst viele Schlüsselbegriffe zu optimieren. In der täglichen SEO-Praxis hat es sich bewährt, am besten nur auf ein zentrales Keyword zu optimieren. Dieses eine Keyword sollte dann im Seitentitel, in der Meta-Description, in der H1-Überschrift sowie im Text vorhanden sein. Dieses Vorgehen wird auch Keywordfokus genannt. Der Keywordfokus schließt nicht aus, dass sogenannte „Nebenkeywords“ verwendet werden. Dabei handelt es sich um thematisch verwandte Keywords oder Synonyme. Sie können zum Beispiel noch in der Meta-Description oder im Title mitverwendet werden. Auch für die Überschriften h1, h2, h3 und h4 lassen sich diese Keywords sinnvoll unterbringen.

Nicht nur an Keywords denken


Sobald Sie eine Auswahl an wichtigen Suchbegriffen getroffen haben, sollten Sie bei der Texterstellung erst einmal nicht mehr daran denken. Wer nur auf Keywords fokussiert ist, kann keine sinnvollen Texte mit Mehrwert erstellen.

Außerdem ist hochwertiger Content nicht der einzige Rankingfaktor. Es zählen noch viele andere Dinge, wie technisch einwandfreie Seiten oder kurze Ladezeiten, wenn es um gute Rankings geht.

Gedanken über Nutzer machen


Haben Sie sich schon einmal Gedanken über Ihre Zielgruppe gemacht? Sollten Sie diese Frage mit Nein beantworten, ist es höchste Zeit, die eigenen Nutzer etwas näher zu definieren. Denn schließlich möchten Sie Ihre Nutzer mit Ihren Inhalten ja genau dort abholen, wo sie ihre Websuche gestartet haben: bei Google. Außerdem sollen Ihre Nutzer auch auf Ihrer Website bleiben, um einzukaufen, zu lesen, sich zu informieren oder um Newsletter zu abonnieren.

Je genauer Sie den Bedarf Ihrer Zielgruppe mit Ihrem Content treffen, desto besser ist das auch für die Suchmaschinenoptimierung. Denn geringe Absprungraten und eine hohe Verweildauer sind positive Nutzersignale, die von Google & Co. mit in die Bewertung Ihres Webangebots einfließen.

Keywordtools verwenden


Bei der Auswahl Ihrer Keywords zum Erstellen von Texten oder Optimieren von Webseiten können Ihnen zahlreiche Tools weiterhelfen. Die meisten dieser Tools sind kostenlos und webbasiert. Sie müssen also kein zusätzliches Geld ausgeben und benötigen keine Software zum Installieren, um Ihren Content zu verbessern. Hier eine Auswahl:

Google Suggest
Dabei handelt es sich eigentlich nicht um ein Tool, sondern um die Vorschlagsfunktion der Google-Suche. Googles Algorithmen ermitteln anhand einer Suchanfrage viele weitere Anfragen, die häufig in diesem Zusammenhang gestellt werden. Die Suchbegriffe oder die Kombinationen eignen sich auch für die inhaltliche Optimierung des Contents hervorragend.

Übersuggest
Das Tool sammelt alle verfügbaren Google-Vorschläge zu einem Suchbegriff, bündelt diese und zeigt sie übersichtlich an.

Google Trends
Wenn Sie wissen wollen, wie sich das Suchvolumen zu einem Begriff geändert hat oder welcher Trend dazu zu erwarten ist, können Sie Google Trends verwenden. Das kostenlose Tool zeigt zum Beispiel saisonale Schwankungen auf und kann auf bestimmte Regionen eingegrenzt werden.

Extratipp: Wenn Sie SEO für Amazon betreiben, kann Ihnen das kostenlose Amazon-Keyword-Tool von Sistrix bei der Auswahl geeigneter Suchbegriffe weiterhelfen.

Auf weniger umkämpfte Keywords setzen


Nehmen wir einmal an, Sie betreiben einen Online-Shop in einem sehr kompetitiven Umfeld. In diesem Fall sind Ihre Hauptkeywords sehr umkämpft. Zugleich ist das Suchvolumen für diese Begriffe sehr hoch. Anstatt nun auf diese Schlüsselbegriffe allein zu optimieren, bietet es sich an, auf weniger umkämpfte Keywords auszuweichen. Sie profitieren dabei von geringerer Konkurrenz und können Ihren Content einfacher in die Top-Positionen der SERPs bringen. Nutzen Sie Ihre Nische und erzeugen Sie sich mit einzelnen Begriffen in der Summe genauso viel Traffic wie mit der Optimierung auf die Keywords mit starkem Wettbewerb.

Ein Beispiel: Sie betreiben einen Online-Shop mit Turnschuhen. Der Begriff Turnschuhe hat sicherlich ein hohes Suchvolumen und ist sehr umkämpft. Um diesem Wettbewerb ein wenig auszuweichen und von Nischen zu profitieren, könnten Sie nun gezielt auf Begriffe wie turnschuhe trends 2017 oder Kombinationen wie turnschuhe sneakers oder turnschuhe locker ausweichen. Selbstverständlich steht Ihnen offen, direkt die trafficstarken Suchbegriffe anzugehen. Bedenken Sie dabei jedoch, dass Sie mehr Aufwand benötigen werden, um Ihr Ziel zu erreichen. Das bedeutet mehr Zeit und Kosten.


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