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Deutsche fühlen sich akzeptiert beim Teilen auf sozialen Medien

Umfrage zur Psychologie des Teilens zeigt, dass die emotionale Bestätigung zum Katalysator für häufige Beiträge wird.
Withpr Ltd | 08.06.2017
Olapic, die Plattform für visuelles Marketing, hat heute die Ergebnisse einer neuen, von Morar Consulting durchgeführten Umfrage veröffentlicht. Dabei wurden Motivationen und emotionale Reaktionen untersucht, die das Teilen von Beiträgen auf sozialen Medien in Deutschland erklären. Befragt wurden über 1.000 Personen im Alter von 16 bis über 60 Jahren. Die Ergebnisse zeigen, dass die Befragten verschiedenste Inhalte regelmäßig teilen, wobei 43 Prozent visuelle Inhalte von Dritten mindestens einmal pro Woche posten. Darüber hinaus hat die Umfrage ergeben, dass die Reaktionen auf diese Beiträge bei vielen Verbrauchern positive Gefühle auslösen und sie sich eingebunden, akzeptiert und zufrieden fühlen.

„Warum ist das Teilen so beliebt? Die Ergebnisse dieser Umfrage belegen, dass die Interaktion durchaus eine Hauptmotivation ist. Doch überwiegend wird das Teilen stark von den positiven Gefühlen beeinflusst, die durch eine Reaktion auf einen Beitrag ausgelöst werden: Man fühlt sich zufrieden, eingebunden, geliebt und bestätigt“, so Jonathan Freeman, Professor für Psychologie an der Goldsmiths-Universität in London und Geschäftsführer von i2Media Research Ltd, der die Studie unabhängig überprüft hat.

Bei Deutschen stehen Statusmeldungen und visuelle Inhalte hoch im Kurs

Knapp zwei Drittel (60 Prozent) der Befragten teilen mindestens einmal pro Woche Statusmeldungen und fast die Hälfte (44 Prozent) verwendet dazu eigene Fotos. Millennials (Altersgruppe 16 bis 29 Jahre) teilen besonders gerne ihre eigenen Fotos – über die Hälfte (53 Prozent) tut das mindestens einmal wöchentlich und auch bei der Generation X (Altersgruppe 30 bis 44 Jahre) ist es die Hälfte (50 Prozent), die Bilder genauso oft teilt. Deutsche Verbraucher teilen außerdem visuelle Inhalte Dritter, wie z. B. Fotos oder Videos, die von Marken, Medien und Multiplikatoren erstellt wurden: 43 Prozent der Befragten geben an, solche Inhalte einmal pro Woche oder häufiger zu teilen, und 66 Prozent machen das mindestens einmal pro Monat. Sowohl 51 Prozent der Millennials als auch 51 Prozent der Generation X teilen diese Art von Inhalten einmal pro Woche oder häufiger und jeweils 9 Prozent beider Gruppen machen dies sogar mehrmals täglich.

In der Altersgruppe der Millennials sind Facebook und Instagram die bevorzugten Social-Media-Plattformen, wenn es um das Teilen von Fotos geht. Auf die Frage, wie sich ihre Nutzung der jeweiligen Plattform im Vergleich zum Vorjahr verändert hat, gaben sie eine niedrigere Nutzung von Facebook und häufigeres Posten auf Instagram an.

Interaktion fördert das Teilen und das Entstehen positiver Gefühle

Die Umfrage legt den Schluss nahe, dass die Selbstdarstellung bei Deutschen eine wichtige Motivation für das Teilen von Inhalten ist. Auf die Frage, was sie auf sozialen Medien teilen, antworteten deutsche Verbraucher, dass sie Beiträge verfassen, um anderen mitzuteilen was sie denken, fühlen oder tun (41 Prozent), bzw. weil sie denken, andere finden ihre Beiträge interessant (39 Prozent), und um Freunde und Kontakte zu unterstützen (32 Prozent). Im Gegensatz dazu räumten lediglich 11 Prozent der Befragten ein, sie würden Inhalte online mit der Absicht teilen, um damit zu ihren Gunsten „die Meinung anderer Personen zu beeinflussen“.

„Diese Ergebnisse sind in gewisser Weise paradox“, kommentiert Freeman. „Viele Menschen sind sich anscheinend nicht bewusst oder möchten nicht zugeben, dass sie ihre sozialen Online-Kontakte aktiv beeinflussen. Doch wir alle beeinflussen andere ständig mit dem, was wir teilen. Wie wir uns online verhalten spricht Bände über uns – sowohl bewusst als auch unbewusst.“

Bei der Umfrage wurde Verbrauchern auch die Frage gestellt, wie sich das Posten von Beiträgen emotional auf sie auswirkt. Auf die Frage, wie sie sich fühlen, wenn jemand auf ihren Beitrag reagiert, gaben 53 Prozent der Befragten an, sie fühlen sich dann mit ihren Freunden verbunden, 38 Prozent fühlen sich akzeptiert und 33 Prozent fühlen sich wichtig. Die Interaktion mit geteilten Inhalten hat zu einem Anstieg des Online-Teilens geführt. 33 Prozent der Befragten sagen, sie würden häufiger posten, wenn ihre Beiträge von anderen mit „Gefällt mir“ bewertet oder mit einem Kommentar versehen werden. Der Wert ist zum einen bei Männern (36 Prozent) höher als bei Frauen (29 Prozent) und zum anderen besonders bei Millennials im Alter von 16 bis 29 Jahren hoch. Hier sind 44 Prozent motiviert, mehr zu teilen, wenn die Interaktion stärker ist. Ähnlich sieht es bei den Befragten der Generation X im Alter von 30 bis 44 Jahren aus. 36 Prozent posten häufiger, wenn ihr Netzwerk auf ihre Beiträge reagiert.

„Marken, die mit ihren Kunden interagieren möchten, müssen ihre Konversationen und Beziehungen auf sozialen Medien aufbauen“, sagt Jose de Cabo, Mitgründer von Olapic. „Wenn Verbraucher Markeninhalte auf ihrer Seite oder in ihrem Feed teilen, werden diese Marken den sorgfältig ausgewählten Beiträgen zugeordnet. Wenn die Inhalte darüber hinaus zu Reaktionen auf sozialen Medien führen, werden die jeweiligen Marken mit den Gefühlen des Akzeptiert- und Wichtigseins in ihrer Zielgruppe und bei potenziellen Kunden in Verbindung gebracht.“

Soziale Medien bieten wertvolle Einblicke für Vermarkter

Auch wenn sich viele Menschen vielleicht nicht bewusst sind, dass sie andere beeinflussen, so suchen sie doch während des Kaufprozesses auf sozialen Medien nach entsprechenden Informationen, und zwar aktiv in Beiträgen von Freunden, Familie und Multiplikatoren. Tatsächlich vertrauen Verbraucher den Bildern dieser Quellen siebenmal mehr als der Markenwerbung. (Quelle: Olapic-Umfrage zum Verbrauchervertrauen)

„Wenn Vermarkter die Motivationen und Reaktionen von Verbrauchern verstehen, die das Teilen von Beiträgen auf sozialen Medien erklären, erhalten sie dadurch wertvolle Einblicke. Das gilt besonders für Vermarkter, denen bewusst ist, dass es immer wichtiger wird einen Marketingansatz zu entwickelt der primär auf den Kunden und nicht auf den Kanal ausgerichtet ist“, erklärt de Cabo. „Das Teilen auf sozialen Medien hat entscheidende Auswirkungen auf die Beziehung zwischen Verbrauchern und Marken. Den Bildern auf sozialen Medien wird heute mehr Vertrauen geschenkt als der Markenwerbung. Menschen suchen nach realistischeren Inhalten aus scheinbar unvoreingenommenen Quellen, um sich bei ihren Kaufentscheidungen und ihrer Meinungsbildung zur Marke daran zu orientieren.“


Die Umfrage wurde gemeinsam mit Jonathan Freeman, Professor für Psychologie an der Goldsmiths-Universität in London und Geschäftsführer von i2Media Research Ltd, verfasst, der die Ergebnisse überprüft hat. Die Umfrage wurde von den Marktforschungsfachleuten von Morar Consulting in ganz Deutschland durchgeführt. Insgesamt haben 1.021 in Deutschland lebende Personen im Alter zwischen 16 bis über 60 Jahren an einer landesweit repräsentativen Online-Befragung mit sieben Fragen teilgenommen. In der Umfrage wurde das Teilen auf sozialen Medien, einschließlich der sozialen und emotionalen Auswirkungen, untersucht.
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