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Vier Dinge, die sich Journalisten von PR-Kontakten wünschen

Viele Unternehmenskommunikatoren scheitern daran, eine gute Beziehung aufzubauen. Vier Empfehlungen für ein besseres Miteinander mit Journalisten.
Mynewsdesk GmbH | 27.09.2017
 

Rund 84 Prozent der deutschen Journalisten beziehen ihre Stories aus dem persönlichen Netzwerk. Dennoch scheitern viele Unternehmenskommunikatoren daran, eine gute Beziehung aufzubauen. Mit der Hilfe von Journalisten hat Mynewsdesk im Rahmen unserer aktuellen Studie vier Empfehlungen herausgearbeitet, um Ihnen zu einem besseren Miteinander zu verhelfen.

1. Ändern Sie Ihren Blickwinkel
Eines der Hauptgründe, warum Journalisten Markencontent bemängeln, ist die Tatsache, dass diese zur sehr aus der Marketingperspektive geschrieben sind ­– man merkt ihnen den Verkaufszweck an. Viel angebrachter und interessanter sind Stories, die dem Leser einen wirklichen Mehrwert bieten. Denken Sie wie ein Journalist und behalten Sie dessen Bedürfnisse im Auge: Was ist die Kernbotschaft, welches neue Wissen kann ich als Marke vermitteln, welches der Journalist zu einer spannenden Story entwickeln kann? Sie müssen nicht das Rad neu erfinden, aber versuchen Sie, Ihre Message aus einem anderen Blickwinkel zu erzählen

2. Recherchieren Sie, bevor Sie Journalisten kontaktieren
Was viele Journalisten bemängeln: Tagtäglich erhalten Sie eine wahre Flut an Pressemitteilungen und Mails, die teilweise nicht personalisiert, im schlimmsten Fall nicht einmal dem Fachgebiet des Journalisten entsprechen. Mit dem „Gießkannenprinzip“ kommen Sie selbst mit einer ausgereiften und spannenden Story nicht weit. Sie verlieren Ihre Glaubwürdigkeit, was bei einer späteren Zusammenarbeit ein schwerwiegender Nachteil ist: Laut unserer weltweiten Studie ist Glaubwürdigkeit in allen befragten Ländern der wichtigste Faktor, anhand dessen Journalisten entscheiden, ob sie einen Story-Pitch weiterverfolgen. Um diese zu bewahren, empfehlen wir eine solide Vorrecherche. Prüfen Sie, wen Sie kontaktieren möchten, mit welchen Themen sich der Journalist befasst und welche es in die entsprechenden Publikationen schaffen.

3. Nehmen Sie frühzeitig Kontakt auf (auch ohne eine vorhandene Story!)
Warten Sie mit der Kontaktaufnahme nicht bis Sie eine Story pitchen wollen, sondern erkundigen Sie sich im Vorhinein über die Gepflogenheiten des Medienhauses und den Präferenzen des Journalisten hinsichtlich des richtigen Kontaktkanals, der Fristen sowie der Themen, die von Interesse sind (siehe Punkt 2). Gehen Sie aktiv auf die Journalisten zu, stellen Sie sich vor. Dies ebnet Ihnen den Weg für die zukünftige Zusammenarbeit. Missverständnisse und Fehlkommunikation werden dadurch minimiert, denn Sie kennen die Bedürfnisse des Journalisten und umgekehrt. Zudem trägt diese Vorgehensweise zu Ihrer Glaubwürdigkeit bei: Ihre erste Kontaktaufnahme besteht aus einer reinen Interessensbekundung, nicht aber aus einer Forderung. Dies hinterlässt einen bleibenden Eindruck.

Ein weiterer Vorteil: Selbst wenn sich herausstellt, dass der Journalist aus thematischen oder anderen Gründen nicht zu Ihrem aktuellen Portfolio passt, haben Sie einen guten Eindruck hinterlassen und werden möglicherweise in Zukunft für ihn oder einen seiner Kollegen interessant. Auch Journalisten tauschen sich über ihre Erfahrungen mit Unternehmenskommunikatoren aus!

4. Versenden Sie nur vollständige und präzise formulierte Pitches
Meist schreiben Journalisten an einer Vielzahl an Stories, die Sie kurzfristig einreichen müssen. Kommen Sie also auf den Punkt, heben Sie die wichtigsten Informationen hervor und ergänzen Sie alle wichtigen Informationen, die der Journalist benötigt, um aus Ihrem Pitch eine Story zu kreieren. Überladen Sie den Pitch nicht mit wenig relevanten Informationen. Was gerne gesehen wird: Die Möglichkeit, einen Meinungsführer oder einen Experten zu interviewen, gepaart mit bereits freigegebenen Zitaten, auf die der Journalist bei hohem Zeitdruck sofort zurückgreifen kann. Die Kür: Ergänzendes Material wie Videocontent, Fotos oder Tonaufnahmen.

Das Whitepaper zur PR- und Journalistenstudie 2017 zum kostenlosen Download: https://go.mynewsdesk.com/pr-studie-kostenfreies-e-book