print logo

Zufriedenheit der Firmen mit Hochschul-Absolventen sinkt

Die Zufriedenheit von deutschen Unternehmen mit ihren frisch eingestellten Hochschul-Absolventen hat sich in den vergangenen 10 Jahren verschlechtert.

Laut der aktuellen ifo-Randstad-Personalleiter-Befragung ist die Zufriedenheit mit der Ausbildung bei 32 Prozent der Befragten gesunken, nur bei zwei Prozent ist sie gestiegen. 43 Prozent gaben an, es gebe keine Unterschiede. Am häufigsten gaben Personalleiter in großen Unternehmen an, die Ausbildung der Hochschul-Absolventen habe sich verschlechtert. Gleichzeitig erklärten aber 62 Prozent der Befragten, sie seien „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ mit der Ausbildung, nur 17 Prozent sagten, sie seien „unzufrieden“ oder „sehr unzufrieden“.

Bei Unternehmen, die am häufigsten die neuen Bachelor- oder Master-Absolventen (Bologna-Reformen) eingestellt haben, ist die Zufriedenheit häufiger gesunken als bei traditionellen Abschlüssen, wie Diplom oder Staatsexamen. Gaben die Unternehmen an, am häufigsten Bachelor-Absolventen eingestellt zu haben, sprachen 36 Prozent von einer gesunkenen Zufriedenheit. Bei Unternehmen, die am häufigsten Master-Absolventen einstellten, fiel der Anteil mit 42 Prozent noch höher aus. Stellten die Unternehmen vorrangig Absolventen mit traditionellen Abschlüssen ein, so sahen 26 Prozent eine Verschlechterung der Ausbildung.

Das ifo Institut befragte im dritten Quartal rund 1000 Personalleiter. Rund 63 Prozent davon stellten im vergangenen Jahrzehnt Hochschul-Absolventen ein. Die obigen Ergebnisse beziehen sich auf sie.